Archiv für die Kategorie ‘Erfahrungen’

Ich lese ja ein paar Blogs, in denen Krankentransportfahrer von ihren Touren berichten. Unter anderem auch über Touren in so Altenheime, wie meines eins ist.
Ab und zu liest man echt fiese Sachen, dass sie ewig warten müssen und Schwestern sie weiterschicken an andere Schwestern, sich keiner zuständig fühlt usw…
Manche Artikel sind auch durchaus positiv, so einen muss ich heute auch mal los werden 🙂
Heute war es wieder der Fall, dass ich einen Bewohner in die Rettungsstelle bringen lassen musste. Unseren KT der Wahl angerufen und in ca 20 Minuten sollten sie da sein. So flott 🙂
Da ich weiß, dass die lieben KT Fahrerchen auch immer im Stress sind, in der Regel, hab ich alles vorbereitet an Papieren, was eben muss. Bewohner war auch so weit fertig.
„Schnell noch eine rauchen“, war mein Gedanke. So geschah es auch und was war? Na aber, die Fahrer vom Transport schon vor Ort.
Ein schon etwas älterer Herr begrüßte mich freundlich. Ich stand sofort auf, legte das angefangene Rettchen bei Seite und er sagte nur „Rooch doch erst mal auf.“ Ui! Okay, meinte noch sowas wie “ Aber ihr seid doch auch immer auf der Flucht…“ Aber ich sollte in Ruhe aufrauchen („Oder ist es dringend?““Nee“) und dann kanns ja los gehen.
So sollte es. Nach einem kurzen Schwätzchen gingen wir zum Zimmer, auf dem Weg dorthin gab ich ihm schon die nötigen Papiere und er sagte „So sind wir es gewohnt hier, immer alles fertig.“ Das tat gut 🙂

Wir transferierten unseren Schützling auf die Trage und verabschiedete sich mit „Bis später“.

Es geht auch anders 🙂 Nämlich ohne Stress und dann auch noch freundlich 🙂

Guten Abend!

Vergangene vier Nachtdienste lassen mich heute Nacht nicht zur Ruhe kommen. Daher dacht ich, geb ich mal ein Update, denn es ist schon etwas passiert…

Wie man lesen konnte, befinde ich mich auf Wohnungssuche. Nach ein paar wirklich ganz bösen Überraschungen, gab es da dieses Schmuckstück an Wohnung. Auf Anhieb verliebt und alles stimmte. Größe, Preis, und alles drumherum irgendwie auch.
Die noch Mieterin total freundlich und wir unterhielten uns sehr gut, verstanden uns gleich. Ein gutes Zeichen, dachte ich 🙂
Diese Wohnung sollte es werden, das sagte ich ihr auch, dass ich sie unbedingt haben möchte. Und sie gab mir zu verstehen, dass „wir“ das schon schaffen. Zwinkerte.
Selbstauskunftszettel eingepackt, nächsten Tag die Vermietung angerufen, alle Unterlagen organisiert und hingefaxt 😉
Am Dienstag rief ich bei der Vermietung erneut an, um zu fragen ob meine Unterlagen alle vollständig angekommen seien. Die freundliche Stimme am Telefon suchte Zettelberge durch. Ohoh dacht ich, hoffentlich geht das gut… Dann irgendwie musste sie aber plötzlich das Büro räumen und notierte sich meine Nummer. Se ruft morgen bis 10 Uhr an. Okay… Nun warten und hoffen und Nachtdienst… Möff.
Am nächsten Morgen der Anruf… Sie hat alle Unterlagen, geht soweit alles in Ordnung, sie mailt den Mietvertrag und ich dachte ich hör nicht richtig. Es hat geklappt! Wahnsinn. Ich teilte ihr alles an Infos noch mit, bedankte mich und ging nach ein paar Telefonaten schlafen. Guter Morgen 🙂

Tja und nächsten Monat steht der Umzug an. Ich bin gespannt, wie es mir dann gehen wird…

Und das leider nicht vor Freude.

Mo ist auf Wohnungssuche. Klingt erstmal nicht so spannend, aber irgendwie ist das in Berlin sehr schwierig.
Eine süsse 2 Zimmer Wohnung, Altbau im FHainer Kiez… Klingt erstmal auch nicht so spannend… Ist es aber 😀
Denn es gab schon die ein oder andere kuriose Wohnung, die sich mir in den Blick geschoben hat, doch was dabei bislang. Nicht.

Eine Wohnung war eigentlich super… Nur hätte Mo dann 2 Etagen über einem Rotlichtabteil leben müssen, mit dem selben Treppenaufgang. Wollte sie dann doch irgendwie. Nicht.

Eine Story war aber sehr kurios.
Ein Ingenieur. Sein Appartment. Bombe! Günstig! Wunderschön!
Er: musste beruflich nach Zypern und vermietet es daher für die nächsten 4 Jahre.
Ich: schrieb ihm eine E-Mail das ich mir das mal live ansehen möchte.
Er: antwortete am nächsten Tag. Auf Englisch, einen Meilentext. Beschrieb die Wohnung nochmal, nannte den Preis und das ich mir sie angucken könne. Allerdings sei er schon auf Zypern und hat niemanden der mir die Wohnung zeigen könne. Daher will er per DHL ( diesen tollen Service hätte er im Internet gefunden…;) ) die Wohnungsschlüssel herschicken, um die Wohnung anzusehen.
Ich: war beeindruckt. Klang zunächst doch nach nem Glücksgriff? Antwortete ihm also, hakte etwas genauer nach.
Er: ließ sich Zeit mit seiner Antwort.
Ich: misstrauisch.
Er: schrieb gestern zurück. Und der Haken kam… Er schickt die Schlüssel also per DHL nach Deutschland in eine wohnortnahe Filiale. Dann solle ich an den DHL Vertreter 2 Monatsmieten abtreten, erhalte Schlüssel, gucke Appartment an, entscheide ja – nein. Gebe Laut bei Ihm. Bei Nichtgefallen meinerseits wieder zu DHL, Schlüssel abgeben, würde mein Geld dann zurück erhalten.
Ich: habe daraufhin mal nichts weiter geschrieben…

Zudem ein Freund berichtete, dass er sowas schon mal hörte, soll die gleiche Gegend sein…
Nun ja, also Finger weg und weiter suchen…
Schade eigentlich…

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt 😉
Und ich hoffentlich bald mein eigenes kleines Reich haben…

Ein spätnachmittaglicher Gruß von der Mo 🙂

Ein Hallo an meine Leser 🙂

Die letzten Wochen waren sehr schwer für mich. Die Arbeit hat mich aufgefressen, innerlich,  seelisch zerdrückt.

Das Betriebsklima sehr angespannt, Angst Fehler zu machen, weil die Konsequenzen langsam unerträglich sind. Aus Druck und Angst Fehler zu machen… Zwei unfreundliche Zeitgenossen…Druck und Angst… Aus diesen Komponenten entsteht ein Fehler schnell…Druck wächst, Angst nimmt zu… Parallelen entstehen.

Angeschrien werden…Leiden…Mit der Situation nicht gut umgehen können. Dinge die leider das Leben in meinem aktuellen Betrieb bestimmen. Es lässt mich verbittern, verschließt meine Offenheit und Warmherzigkeit, auch was den Umgang mit den Bewohnern angeht zwangläufig… Doch es muss ein Ende haben…
Notbremse ziehen…Immer einfacher als man zugeben kann und will. Doch nun ist es so weit.
Letzte Woche zog ich am Hebel der Bremse und bin ausgestigen. Hab den Zug angehalten und bin rausmarschiert.
Nun nur noch Formalitäten und die alte Arbeit mit einem guten Abschluss zu Ende bringen. Auch wenn es schwer fällt, aber das bin ich meinen Kollegen einfach schuldig, denn diese können nichts für meine Kündigung, im Gegenteil!
Abschiede haben immer ein weinendes und ein lachendes Auge…Das Weinende ist mein Team. Das Lachende der heutige Tag, denn um 10 Uhr war ich mich vorstellen.
Ein neuer Betrieb, neue Kollegen, neuer Chef. Bisher ein sehr gelungener erster Eindruck, Probetage folgen und die Zusage für den Job, die hab ich in der Tasche 🙂 Ein sehr sehr gutes Gefühl. Befreiter. Glücklich. Sicher.
Auch die Aussichten im neuen Betrieb lassen das eine Auge noch mehr lachen 🙂
Lange nicht mehr der Fall gewesen, dieses „innerlich glücklich und zufrieden sein!“.

Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben, das neue Team und die Aussicht einen Mentorenkurs zu machen, um dann wieder einen Azubi durch seine Ausbildung zu führen. All dies wartet und dafür bin ich nun mehr als bereit 🙂

Momo grüßt mit ihrem lachenden Auge 🙂

Praxisanleiterglück

Veröffentlicht: 27. August 2010 in Altenpflege, Erfahrungen, Gedanken
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Oh man!

Die letzten 2 Wochen hatten es wirklich in sich. Kaum frei, Dauerdienste, nicht gut fühlen.
Aber wie heißt es so schön? Auf die dunklen Zeiten folgen bald auch wieder gute! Und gestern war so ein Tag!
Selten hab ich mich in der letzten Zeit gut gefühlt, was die Arbeitssituation betrifft, aber gestern war ein absolut guter Tag 😉

Zur kurzen Erklärung 😉
Seit ein paar Monaten habe ich einen Azubi an meiner Seite, insgesamt sind es 2, ein Mädel und ein Junge ;),  aber für diesen einen bin ich mehr verantwortlich 😉
Und am gestrigen Tage, hatten beide ihre „Waschprüfung“ zu absolvieren in unserer Einrichtung.
Uiuiui, um 7:30 sollte es losgehen, war schon etwas früher da und wie sich herrausstellte, war das auch gut so 🙂
Unsere „Kleine“ war sehr aufgeregt und hatte Angst die Prüfung nicht zu schaffen. Leider gelang es mir nicht sonderlich sie zu beruhigen, aber vor einer Prüfung ist dies auch kaum möglich, kenne ich ja noch zu gut, von meinen zurückliegenden…

Es verlief alles gut im geplanten Zeitrahmen, die Lehrerin kam pünktlich, war dazu auch noch sehr nett und sympathisch und war ebenso gespannt wie es wird.
Die Vorgespräche verliefen ruhig, ohne große Aufregungen. Doch dann kam schon der erste „Notfall“ und somit auch eine kleine Planänderung in der Durchführung. Die Bewohnerin von meinem Schützling war sehr unruhig und weinte am Morgen. 2 nette Kollegen konnten sie etwas beruhigen und die Prüfung von ihm wurde vorgezogen. Ein kleiner Schock für die Azubine, denn diese sollte als erste starten und war nun noch aufgeregter. Die Zeit des Wartens ist immer die Schlimmste!

Nun ja, die erste Durchführung verlief voller Überraschungen, positiver Art. Auch die Lehrerin war angetan und auch der Azubi hatte ein gutes Gefühl 🙂
Was sich später auch bestätigen sollte.
Die zweite Durchführung, verlief etwas hakelig und stimmte die Azubine auch nicht glücklich, da sie sich große Vorwürfe machte, sie wollte es so viel besser machen.
Aber kein Grund zur Panik! Die Reflexionen der beiden folgten, Nachgespräche und Bewertungen. Auch für mich heute das erste Mal, dass ich so etwas machen musste. Und ich fühlte mich großartig 🙂

Beide haben die Prüfung natürlich bestanden, er mit 1,8 und sie mit 2,3!
Ihr 2 dürft stolz auf euch sein, denn ich bin es sehr!
Dazu muss man sagen, dass die Beiden ihre Ausbildungen in anderen Häusern fortsetzen… Das stimmt mich sehr traurig, denn die Beiden sind mir richtig ans Herz gewachsen.
Aber für ihren weiteren Werdegang wird es so das Beste sein! Und es freut mich dafür noch ungemein, dass Beide eine so gute Prüfung abgeliefert haben! Ihr habt die Bude gerockt 😉 Und könnt nun mit gutem Gewissen ins 2. Lehrjahr starten! Mit freiem Kopf und hoffentlich großer Motivation!

Für eure Zukunft wünsche ich euch alles Glück der Welt und bleibt wie ihr seid! Denn so seid ihr genau richtig!

Und lasst euch gesagt sein, ihr habt mich sehr stolz gemacht gestern 🙂

Eure kleine Mentorin Miriam 😉