Archiv für die Kategorie ‘Menschen’

Danke, Herr Nachbar!

Veröffentlicht: 19. April 2013 in Menschen, Uncategorized
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Wer liebt sie nicht, die lieben Nachbarn.
Diese, die Pakete annehmen, wenn man selber mal nicht zuhause ist.
Diese, die nie laut sind.
Diese, die nie ihre Haustür zuschmeißen…

Diese, wohnen bei mir irgendwie nicht.
Hier, nimmt kaum mal jemand ein Paket für mich an.
Hier, ist es selten leise.
Hier, schmeißt man seine schwere Haustür generell ins Schloss…, wenn man mein Nachbar zu sein scheint.

Einer davon, ist eben auch mein direkter Nachbar.
Heute sollte an seiner Heizung gearbeitet werden. Der Absperrhahn ist in meinem Keller.
7:30 Uhr sollte es losgehen…Freier Tag quasi hinüber…
Doch, wie sieht’s aus, Herr Nachbar? Warum machten Sie dem netten Heizungsmonteur nicht die Tür auf?
Ich das nächste Mal Zeit? Das kann dauern…

Umsonst aufgestanden… Großartig, für so einen Morgenmuffel wie mich…

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Definitiv immer zu kurz

Veröffentlicht: 3. Mai 2012 in Freizeit, Menschen
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Was, wollt ihr nun wissen? Na, der Urlaub!
Gestern schreibt man noch, wie sehr man sich drauf freut und schwupps, ist man schon wieder 3 Tage im Dienst.
Aber was soll’s, man kann es ja schließlich nicht ändern.

„Wie war er denn, euer Urlaub?“
Kurz kann man sagen: „Schön!“ –  aber das wäre ja nun keinen Post wert 😉

Es ging ja bekanntlich in meine Heimat. Fussball regierte die Zeit und so erlebte ich das erste Mal ein Derby gegen Köln, ein Spiel der Fortuna gegen Union und das letzte Heimspiel einer großartigen Saison der Borussia. (mit anschließender Abschlussparty und Gang durch das Gladbacher Kneipenleben)…

Ich hab liebe Menschen endlich live kennengelernt, neue Menschen getroffen und defintiv Erholung genossen.
Man kann also schon sagen, es war ein schöner Urlaub, doch der nächste darf bitte bald kommen 😉

9:54 Uhr. Der Wecker holt mich gnadenlos aus der Traumwelt und schickt mich in den Tag. Montag. Wieder eine Woche um.

Die Augen gehen langsam auf, Sonne blitzelt und die Welt ist immer noch weiss und wohl auch  immer noch kalt.
Kann man ja nicht ändern, zuckt es durch meinen Kopf. Der nächste Gedanke widmet sich dem Kaffee. Erstmal wach werden und dann gucken wir mal. Allerdings ist dieses „Wach-werden“ heute eher ein „Sofort-Wach-Sein“, denn nachdem ich ins Bad schlurfte, den Menschen im Spiegel nicht kannte, den Wasserhahn aufdrehte und Wasser… Moment! Wo ist mein Wasser? Kein Tropfen, kein Gurgeln, kein Nix. Hm. Andere Wasserhähne wurden sofort gesichtet. Auch ein Meer von Nix. Fein. Blick zum Kaffeeautomaten ließ mich kurz aufatmen, 2 Tassen waren noch zu holen. Nach dem Ersten allerdings, kam der Gedanke „Kaffee treibt“. Also war nach Kaffee 1 auch erstmal Pause. Naja, wach war ich ja, irgendwie.
Wasser Problem lösen. Anruf bei der Vermietung. „Montags haben wir keine Sprechzeiten….“ dröhnte mir der Anrufbeantworter entgegen. Fein.. Die sind clever, machen Montags einfach Frei. Löst mein Problem nicht.
Klamotten übergeworfen, runter zum Guckefenster. Hausmeister anrufen. Kümmert sich, ruft Firma an. Firma kann nicht, schon Notstand ausgerufen. Nochmals, Fein…
Hausmeister schlug vor, dass ich doch meine Steigleitungen im Bad föhnen solle, das würde bestimmt dann wieder gehen.
Ging nicht.
Ein Hauch von Nix, wäre schon zu viel…
Nach noch einem Telefonat entschloss ich mich also, 2 Stunden zu früh zur Arbeit zu fahren. Dort gabs Kaffee, inklusive Wegbringort und ein Ort, wo es dieses Wasser noch gab.

Zunächst ein normal chaotischer Dienst. Doch eine Sms meinte es nicht gut mit mir, bzw dessen Absender.
„Es sei vorbei“, teilte sie mir mit.
Noch 7 Stunden Dienst vor mir. Jackpot. Nicht.

Ein lieber Bewohner half mir über die Situation etwas hinweg, zudem waren auch noch 2 Kolleginnen im Dienst. Es konnte also über die Männerwelt hergezogen werden. Meist war ich jedoch nur still. Dachte, dass ich diesen Dienst nun irgendwie zuende bringen muss, halbwegs professionell. Die Schäfchen können ja nichts dafür…
Kollegin schickte mich um halb 9 nach Hause, sie mache den Rest nun schon. Großartig! Dankte ihr, ging duschen und fuhr heim.

Ein weiterer Hammer folgte…
Die beste Freundin musste sofort angerufen werden. Es wurde geredet. Und es tat gut.

Nun, 2 Stunden später, sehe ich diesen Montag nochmal. Bin froh, dass ein weiterer geschafft ist und es wieder einer weniger ist, der, wenn auch nicht immer in solcher Form, mein Leben formt. Es lehrt mit Situationen umzugehen. Nachzudenken. Realistisch zu sein. Zu verarbeiten, was zu verarbeiten ist.

 

An Tagen wie diesem…

Veröffentlicht: 26. November 2011 in Gedanken, Menschen
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Ein freier Tag. Aufwachen, wenn man wach wird.
Tun und Lassen was man will, da keine Verpflichtungen auf der Tagesordnung anstehen.

Ein wenig hier tun, ein wenig da tun.
Am Fenster stehen, hinaus blicken. Denken, dass man all das Vergangene der letzten Tage und Wochen wem mitteilen möchte.

An so einem Tag wie heute, hätte ich dir, Otto, einen Brief geschrieben.
Hätte dich mir mitgeteilt, da ich immer wusste, dass du mich verstehst.
Meine Worte liest, ab und an ein verschmitztes Lächeln im Gesicht.

Seit Du im Himmel wohnst, kann ich dir meine Briefe nur in Gedanken schicken, denn deine aktuelle Adresse hat noch kein Postfach.
Doch ich weiß, dass du meine Gedanken liest, weiterhin lächelst und an mich, deine Mia denkst.

Du fehlst mir trotzdem…

Und der Wagen, der rollt…

Veröffentlicht: 7. Juni 2011 in Gedanken, Menschen
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„Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt
die Erinnerung in eine stille Freude.
man trägt das vergangene Schöne
nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.“
-Dietrich Bonhoeffer-

Dieser Text in einer Karte erreichte mir vor ca 3 Wochen. Es ist der Text am Kopf der Karte, in der geschrieben steht, dass Otto nach einem langen und erfüllten Leben friedlich eingeschlafen sei.
Gestern war seine Beerdigung.
Ich habe frei bekommen und bin mit sehr gemischten Gefühlen losgefahren. Ich war und bin sehr traurig, doch irgendwie hab ich das Gefühl, dass er noch so präsent ist, in meinem Leben.
Wenn man es von einer Beerdigung behaupten kann, dann war sie schön. Würdevoll und sogar wurde gelacht bei der Rede.
Die Gedenkrede. Eine wunderbare, wie ich finde. Gesprochen nicht von einem externen Menschen, sondern aus der Familie.
Er hatte eine gute Weise, über Ottos Leben zu berichten. Ein Leben, welches mindestens für 3 gereicht hätte, so viel hat er zu erzählen gehabt, über Otto.

Vor seiner Urne stand ein richtig Tolls Bild von ihm, wie man Otto kennt. Brille auf der kleinen Nase, Sennheiser Hörgerät in den Ohren (dieses zum TV gucken) und ein herzlich warmes Lächeln trägt er im Gesicht.
Während der Gedenkrede musste ich es immer wieder anschauen. Oft mit einem leichten Grinsen auf den Lippen.

Auf dem Weg zu seinem Grab, spielte aus kurzer Ferne ein Trompetenspieler. Es passte alles. Die Sonne schien und unser letzter gemeinsamer Weg führte uns unter einen Ahornbaum. Ein schönes Fleckchen auf diesem Friedhof.
Die letzten Worte wurden gesprochen, jeder ging noch einmal hin, so auch ich.
Sprach „Mach’s gut!“.

Es war eine Beerdigung, die einen im Nachhinein nicht traurig macht. Und ich wäre mir sicher, dass sie ihm auch gefallen hätte.
Ruhe in Frieden, Goldotto!

Achso… Er trug den Spitznamen „Der Pottkieker“. Hat der Schlingel mir nie verraten 😉