Archiv für die Kategorie ‘Nachtdienst’

An so Tagen wie heute, frage ich mich ernsthaft, warum ich diesen Job eigentlich mache. Ich mein, ich wusste es definitiv vorher, dass es ein völlig chaotischer Dienst wird. Zum Glück kam kein Notfall dazwischen, sonst würde ich vermutlich jetzt noch dort weilen.

Mein Kollege von heute hatte noch nie einen Spätdienst bei uns auf dem Wohnbereich. Gut, kann er ja nichts für…
Dazu sollte kommen, es war keine Küchenkraft vor Ort, heißt nach dem Kaffee, alles selber machen…Abendbrot, abräumen, Spüler ein/ausräumen.. Die ganze Palette eben, was sonst eine Küchenkraft in 6(!!) Stunden Arbeit zu erledigen hat… Macht die Pflege einfach in ihren 6 und 8 Stunden einfach mit…
Nun gut…
Leider ist Kollege auch nicht der Schnellste, nimmt sich viel Zeit, was ich völlig okay finde, nur irgendwie erledigte ich bei der abendlichen Versorgung fast alles allein, plus die zwei Küchen die warteten und das Austeilen des Abendbrotes…

Als mein Nachtdienst kam, saß ich grade an der Doku, die ich sonst schon längst erledigt hätte.
Naja, Doku flott zuende bringen, Zigarettchen rauchen, Übergabe und ab nach Hause.

Dort bin ich nun, morgen ein freier Tag, dann gehts weiter mit Frühdienst. Besagter Kollege ist auch wieder am Start…

Guten Abend!

Vergangene vier Nachtdienste lassen mich heute Nacht nicht zur Ruhe kommen. Daher dacht ich, geb ich mal ein Update, denn es ist schon etwas passiert…

Wie man lesen konnte, befinde ich mich auf Wohnungssuche. Nach ein paar wirklich ganz bösen Überraschungen, gab es da dieses Schmuckstück an Wohnung. Auf Anhieb verliebt und alles stimmte. Größe, Preis, und alles drumherum irgendwie auch.
Die noch Mieterin total freundlich und wir unterhielten uns sehr gut, verstanden uns gleich. Ein gutes Zeichen, dachte ich 🙂
Diese Wohnung sollte es werden, das sagte ich ihr auch, dass ich sie unbedingt haben möchte. Und sie gab mir zu verstehen, dass „wir“ das schon schaffen. Zwinkerte.
Selbstauskunftszettel eingepackt, nächsten Tag die Vermietung angerufen, alle Unterlagen organisiert und hingefaxt 😉
Am Dienstag rief ich bei der Vermietung erneut an, um zu fragen ob meine Unterlagen alle vollständig angekommen seien. Die freundliche Stimme am Telefon suchte Zettelberge durch. Ohoh dacht ich, hoffentlich geht das gut… Dann irgendwie musste sie aber plötzlich das Büro räumen und notierte sich meine Nummer. Se ruft morgen bis 10 Uhr an. Okay… Nun warten und hoffen und Nachtdienst… Möff.
Am nächsten Morgen der Anruf… Sie hat alle Unterlagen, geht soweit alles in Ordnung, sie mailt den Mietvertrag und ich dachte ich hör nicht richtig. Es hat geklappt! Wahnsinn. Ich teilte ihr alles an Infos noch mit, bedankte mich und ging nach ein paar Telefonaten schlafen. Guter Morgen 🙂

Tja und nächsten Monat steht der Umzug an. Ich bin gespannt, wie es mir dann gehen wird…

Auf dem Kalender steht 23.12.2010. Wie bitte? Ich hatte doch vor kurzem erst Silvester gefeiert und das steht nun auch schon wieder an. Komisches Jahr. Schnelles Jahr. Irgendwie negatives Jahr, wenn ich so diese berühmte Bilanz ziehe.
Man kann also wieder mal nur hoffen, dass das nächste Jahr, dieses 2011, besser wird. Aber kann es ja nur, nur sagt man das doch auch jedes Jahr. Also ist es nun doch wirklich mal an der Zeit.
Ich bin auf jeden Fall dafür.

Und morgen ist also Heiligabend. Weihnachtsgefühl irgendwie nicht vorhanden. Grund: Nachtdienst. Naja, was solls.
Immerhin kann es auch keinen Streit mit der Familie geben 😉

Doch es wird schon ein komisches Gefühl sein, so irgendwie allein, wenn alle anderen zusammen sitzen. Ich kenne es Weihnachten zu arbeiten, aber bisher hatte ich nur Tagdienst an diesen Tagen. Da hat man trotzdem irgendwie alles unter einen Hut bekommen. Aber jetzt gehts nicht, sonst überlebe ich diese 11 Stunden arbeiten nicht…

Und denken will ich nun auch den Menschen, die an Weihnachten arbeiten müssen, das sind schon ein paar, die das gleiche Schicksal teilen!

Aber auch das wird man überstehen und dann kommt ja Silvester. Das wird schön, denn meine beste Freundin aus der Heimat wird nach Berlin kommen 🙂 Ich freue mich 🙂

Ich wünsche den Menschen, die meinen Blog lesen, trotz meiner nicht vorhandenen Weihnachtsstimmung ein entspanntes und besinnliches Weihnachtsfest!
Macht euch ein paar schöne Tage 🙂

Eure Mo

 

Chaosnachtdienst

Veröffentlicht: 3. Dezember 2010 in Altenpflege, Beruf, Nachtdienst, Notfall
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Nachtdienst 1/4 stand gestern Abend auf dem Programm. Und irgendwie hätte ich mir denken können das es anstrengend wird.
Der Spätdienst ackerte noch wie wild und zu meinem Unglück war ich eine halbe Stunde zu früh da, wegen dem Wetterchaos.
Also musste ich schon noch mit anpacken.
Irgendwann war man fertig und nach einer undurchsichtigen Übergabe war ich endlich alleine.
Zunächst lief alles ruhig, erstaunlich.
Konnte in Ruhe Tabletten richten, Doku machen, Rundgang.
Und dann ging es aber los…
1:30uhr: Hilferufe aus einem Zimmer. Adipöse Frau liegt im Bad. Juhu…zum Glück nichts gebrochen und sie konnte gut helfen, sodass sie bald wieder auf den Füssen stand.
Doch was war das? Dicke Beule am Hinterkopf und sofort Hämatombildung. Ab ins Krankenhaus zum abklären.
Dann klingelten natürlich alle die sonst so klingeln…Wachkomapatient absaugen, lagern…
Krankentransport da, Frau weg.
Puh, etwa Ruhe!?
Nee… Weiter Tabletten richten. Und ups.sollte ja noch 2 Zimmer herrichten für die beiden Aufnahmen im Laufe des Tages. Auch noch erledigt. Weiter lagern usw.
Als ob dies alles noch nicht reichte durchfuhr gegen 4:50uhr die gesamte Einrichtung irgendwie ein Blitz und man sah die Hand vor Augen nicht mehr: Stromausfall. Bis Dienstende auch nicht behoben.
Dann kam der KT aus dem Krankenhaus zurück. Da gabs auch nur Unverständnis, weil sie diese , wie schon erwähnt adipöse Frau, in den 2.Stock tragen mussten, weil ja auch der Fahrstuhl nicht ging…Frau zu Bett gebracht und weiter geht’s…
Dauernde Rundgänge damit auch nichts passiert. Mit Kerze in der Hand damit man überhaupt was sieht. Zusätzlich die noch schnell gezogene TaschenlampenApp.
Sollte der Dienst denn nie enden??
Und dann die Tür. Der Frühdienst erlöste mich. Übergabe stand noch fix an.

Hehe:) aber ein Gutes hatte der Stromausfall…Stempeluhr ist auch mit Strom 😉 ein wenig eher zuhause also 😉

Gute Nacht 🙂

Guten Morgen!

Grade habe ich meine ersten 5 Nächte im neuen Betrieb hinter mich gebracht. Ich muss sagen: „Eine ganz schöne Umstellung für mich“.
Nun aber von vorn, sonst versteht ja niemand wie ich zu diesem vorgezogenem Fazit eigentlich komme :-p

Et war ja bislang so, dass ich Nachtdienst nur im vollstationären Pflegebereich kannte. Nun arbeite ich in einer Kurzzeitpflege und da ist irgendwie alles anders 😀
Vollstationäre Nächte gingen im letzten Betrieb von 21:45-06:15 Uhr. Völlig in Ordnung. Nun beginnt meine Nacht schon um 20:30 und gehen darf ich 07:15. Ach herrjee, genau so. Dazu kommt noch, es gibt keinen Stress. Keine 50 Bewohner mehr, nein nur noch maximal 19. Klar könnte es sein, dass manche Gäste mehr Pflege in der Nacht benötigen, aber ich glaube nicht, dass man diese klassischen Rundgänge aus dem Heim mit meinen zurückliegenden Nächten annähernd vergleichen kann.
Fast zwingend muss man sich neben den „normalen“ Dingen im Nachtdienst, Beschäftigung suchen, damit die Zeit vergeht.
Knappe 11 Stunden. Das irgendwie zu viel für mich. Denn irgendwann sind auch alle Akten geschrieben…Medikamente gemacht, Gäste versorgt usw. Und dann? Dann ist irgendwann auch alles geputzt und man hat immer noch 2 Nächte vor sich.
Naja, manch einer denkt nun, was beschwert se sich denn. Können ja gerne tauschen ;). Ja, manches Mal in den letzten 5 Nächten hab ich mir Stress gewünscht. Und ja, denkt das nun ruhig, ist die bekloppt 😉
Und meint mal nicht, dass die Klingel oft geht. Im Schnitt 6 Mal die 11 Stunden…

Und auch so vom Tag… Da hat man nun überhaupt nix mehr von. Aufstehen, arbeiten, nach Hause fahren, irgendwann schlafen, aufstehen, eventuell noch schnell einkaufen, zur Arbeit fahren, arbeiten…. Man lebt irgendwie komplett an der Welt vorbei.
Nee, das ist nichts für mich. Nachtdienst ansich mag ich, aber nun freu ich mich nicht mehr drauf, glaub ich…

Wie erleben Pfleger und Pflegerinnen ihre Nächte in anderen Einrichtungen? Haben viele eher Stress, oder kennen manche „mein Dilemma“?
Nun bin ich aber mal gespannt 🙂

Ansonsten werd ich gleich bald mal schlafen gehen. Wünsch euch eine gute Nacht 😉

Die Mo