Mit ‘altenpflege’ getaggte Beiträge

Einen Schritt weiter gehen

Veröffentlicht: 30. Januar 2012 in Altenpflege, Beruf
Schlagwörter:, ,

Endlich! Endlich gehe ich den nächsten Schritt in meinem Beruf.
Seit drei Jahren arbeite ich nun als examiniertes Pflegerlein.
Genug Erfahrung gesammelt, um der nächsten Generation mein Erlebtes zu vermitteln. Bisher leitete ich Azubis inoffiziell mit an. Ab März bilde ich mich weiter. Die Schulbank drücken für den Praxisanleiterkurs.
Endlich den Kopf mal wieder anders anstrengen, mal raus aus der Praxis. Neue Ansichten lernen. Anwenden. Raus aus dem Alltagsgeschäft, welches doch manchmal anstrengend ist und an den Nerven zerrt…

Im Moment habe ich eine kleine Azubine. 19. Im 4.Monat der Ausbildung. Mal sehen, unter welchen Praxisaufgaben meiner Schule dann „leiden“ muss 😉

Advertisements

Tschüss dann…

Veröffentlicht: 24. Juni 2011 in Altenpflege, Gedanken
Schlagwörter:, , , ,

Der letzte Dienst auf meinem Wohnbereich heute. Wieder irgendwie ein Ende, auch wenn man das Haus generell nicht wechselt, sondern eben den Wohnbereich. Trotzdem fühlt es sich an wie ein Stellenwechsel, wie man ihn eben so kennt.

Der Dienst heute verlief ohne größere Probleme. Der normale Wahnsinn Alltag eben.
Habe auch keinem Bewohner gesagt, dass ich nicht mehr wiederkomme. So sehr wuchs mir in der kurzen Zeit auch niemand wirklich ans Herz. Was auf der einen Seite auch irgendwie gut ist, fällt der „Abschied“ nicht ganz so schwer.

Und das Team ist eigentlich ja auch nicht aus der Welt.
Hoffe das Neue wird mich genauso gut aufnehmen, wie es mein jetziges getan hat.
Ein Dankeschön dafür 🙂

Wollen wir dem Neuen Ganzen eine Chance geben… 😉

Das letzte Wochenende standen für mich Spätdienste auf dem Plan. Jut, gibt Schöneres, aber immerhin kein frühes Aufstehen…

Warum ich grade von diesem Wochenende spreche? Weil ich mir irgendwie mal „Luft“ machen mag.
Ich habe bereits einige Blogeinträge von anderen Helferleins gelesen, die meine Erfahrungen teilen.

Es geht um die lieben Angehörigen unserer Schützlinge.
Allerdings ist „lieb“ in diesem Kontext mit Ironie zu versehen.
Ich kann verstehen, wenn auch Angehörige mal einen schlechten Tag haben und das dann auch schon ein kleiner „Fehler“ ausreicht, um die Fassung zu verlieren. Bestes Thema hierbei: Die Wäsche…
Nur es gibt auch die Sorte Angehörigen, die bei jedem Besuch etwas zu beanstanden haben. Meist weiblicher Art, wie ich feststellen musste.
Am besagtem Wochenende hatte ich gleich drei dieser Gattung: Ehefrau. Täglich.
Sie achten auf deine Art zu reden und wollen auch unbedingt irgendwo eine Unfreundlichkeit finden. Und man staune, finden sie auch. Und prompt folgt berühmter Satz: „Nun seien Sie doch nicht so unfreundlich.“
Langsam macht mich sowas wirklich sauer, innerlich. Denn meine ehrliche Antwort darf ich Ihnen natürlich nicht entgegen bringen…
Klassiker auch:
– Pflegepersonal macht IMMER Pause
– Pflegepersonal sieht man auch IMMER rauchen, essen und trinken
– Pflegepersonal sitzt IMMER rum…
Kann beliebig fortgesetzt werden…

Liebe Angehörige,
in der Tat arbeiten wir auch mal, machen so gut wie nie Pause, kommen selber kaum dazu mal nen Happen zu essen, geschweige denn selbst aufs stille Örtchen zu gehen.
Ich will nicht abstreiten, dass es auch unterm Personal schwarze Schafe gibt, die während der Arbeitszeit in der Tat sehr wenig ihren eigentlichen Arbeiten nachgehen.
Doch, wenn man mal einen ganzen Tag auf Station zubringen würde, oder z.B. der diensthabenden Schwester hinterherläuft, der würde wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen… Und das nicht, weil sie in den „Klassikern“ bestätigt wurde…

Manchmal wünsche ich mir, dass unsere Arbeit (mehr) gewürdigt wird…

An so Tagen wie heute, frage ich mich ernsthaft, warum ich diesen Job eigentlich mache. Ich mein, ich wusste es definitiv vorher, dass es ein völlig chaotischer Dienst wird. Zum Glück kam kein Notfall dazwischen, sonst würde ich vermutlich jetzt noch dort weilen.

Mein Kollege von heute hatte noch nie einen Spätdienst bei uns auf dem Wohnbereich. Gut, kann er ja nichts für…
Dazu sollte kommen, es war keine Küchenkraft vor Ort, heißt nach dem Kaffee, alles selber machen…Abendbrot, abräumen, Spüler ein/ausräumen.. Die ganze Palette eben, was sonst eine Küchenkraft in 6(!!) Stunden Arbeit zu erledigen hat… Macht die Pflege einfach in ihren 6 und 8 Stunden einfach mit…
Nun gut…
Leider ist Kollege auch nicht der Schnellste, nimmt sich viel Zeit, was ich völlig okay finde, nur irgendwie erledigte ich bei der abendlichen Versorgung fast alles allein, plus die zwei Küchen die warteten und das Austeilen des Abendbrotes…

Als mein Nachtdienst kam, saß ich grade an der Doku, die ich sonst schon längst erledigt hätte.
Naja, Doku flott zuende bringen, Zigarettchen rauchen, Übergabe und ab nach Hause.

Dort bin ich nun, morgen ein freier Tag, dann gehts weiter mit Frühdienst. Besagter Kollege ist auch wieder am Start…

Ruhe in Frieden

Veröffentlicht: 18. Mai 2011 in Menschen
Schlagwörter:, , , , , , ,

Am Freitag ist es zwei Wochen her. Es traf mich vor einigen Tagen wie ein Faustschlag. Damit hatte ich nicht wirklich gerechnet, auch wenn man dies in dem Alter immer tun müsste. Doch aber nicht jetzt und nicht er.

Am 6. Mai 2011 ist mein hochgeschätzter Freund Otto im Alter von 103 Jahren eingeschlafen, für immer.
Doch in meinem Herzen wird es ihn weiter geben. Immer werden mir seine Briefe und geschriebene Kleinigkeiten von ihm in die Hände fallen und mich erinnern lassen. Und auch die Gedanken in meinem Kopf sind ein sehr wertvolles Gut.

Otto ich danke dir, dafür das ich dich kennenlernen durfte und du mir die Welt mit anderen Augen gezeigt hast!
Ruhe in Frieden mein Freund!

Deine Mia