Mit ‘Beziehungsdilemma’ getaggte Beiträge

9:54 Uhr. Der Wecker holt mich gnadenlos aus der Traumwelt und schickt mich in den Tag. Montag. Wieder eine Woche um.

Die Augen gehen langsam auf, Sonne blitzelt und die Welt ist immer noch weiss und wohl auch  immer noch kalt.
Kann man ja nicht ändern, zuckt es durch meinen Kopf. Der nächste Gedanke widmet sich dem Kaffee. Erstmal wach werden und dann gucken wir mal. Allerdings ist dieses „Wach-werden“ heute eher ein „Sofort-Wach-Sein“, denn nachdem ich ins Bad schlurfte, den Menschen im Spiegel nicht kannte, den Wasserhahn aufdrehte und Wasser… Moment! Wo ist mein Wasser? Kein Tropfen, kein Gurgeln, kein Nix. Hm. Andere Wasserhähne wurden sofort gesichtet. Auch ein Meer von Nix. Fein. Blick zum Kaffeeautomaten ließ mich kurz aufatmen, 2 Tassen waren noch zu holen. Nach dem Ersten allerdings, kam der Gedanke „Kaffee treibt“. Also war nach Kaffee 1 auch erstmal Pause. Naja, wach war ich ja, irgendwie.
Wasser Problem lösen. Anruf bei der Vermietung. „Montags haben wir keine Sprechzeiten….“ dröhnte mir der Anrufbeantworter entgegen. Fein.. Die sind clever, machen Montags einfach Frei. Löst mein Problem nicht.
Klamotten übergeworfen, runter zum Guckefenster. Hausmeister anrufen. Kümmert sich, ruft Firma an. Firma kann nicht, schon Notstand ausgerufen. Nochmals, Fein…
Hausmeister schlug vor, dass ich doch meine Steigleitungen im Bad föhnen solle, das würde bestimmt dann wieder gehen.
Ging nicht.
Ein Hauch von Nix, wäre schon zu viel…
Nach noch einem Telefonat entschloss ich mich also, 2 Stunden zu früh zur Arbeit zu fahren. Dort gabs Kaffee, inklusive Wegbringort und ein Ort, wo es dieses Wasser noch gab.

Zunächst ein normal chaotischer Dienst. Doch eine Sms meinte es nicht gut mit mir, bzw dessen Absender.
„Es sei vorbei“, teilte sie mir mit.
Noch 7 Stunden Dienst vor mir. Jackpot. Nicht.

Ein lieber Bewohner half mir über die Situation etwas hinweg, zudem waren auch noch 2 Kolleginnen im Dienst. Es konnte also über die Männerwelt hergezogen werden. Meist war ich jedoch nur still. Dachte, dass ich diesen Dienst nun irgendwie zuende bringen muss, halbwegs professionell. Die Schäfchen können ja nichts dafür…
Kollegin schickte mich um halb 9 nach Hause, sie mache den Rest nun schon. Großartig! Dankte ihr, ging duschen und fuhr heim.

Ein weiterer Hammer folgte…
Die beste Freundin musste sofort angerufen werden. Es wurde geredet. Und es tat gut.

Nun, 2 Stunden später, sehe ich diesen Montag nochmal. Bin froh, dass ein weiterer geschafft ist und es wieder einer weniger ist, der, wenn auch nicht immer in solcher Form, mein Leben formt. Es lehrt mit Situationen umzugehen. Nachzudenken. Realistisch zu sein. Zu verarbeiten, was zu verarbeiten ist.

 

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