Mit ‘Gedanken’ getaggte Beiträge

Grau in Grau

Veröffentlicht: 13. Juli 2012 in Gedanken
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Eigentlich weiß ich gar nicht so genau, was ich grade schreiben will, aber irgendwie mag ich schreiben. Noch geht es mit beiden Händen, dass sollte man wohl ausnutzen. Galgenhumor. Tolle Erfindung.
Doch, was genau? Schreiben, ja.
Heute ist ein Tag, Grau in Grau. Regen fällt. Kurz schimmert ein kleines Stückchen heller Himmel auf, Regen. Gedanken und Kopf bilden mit diesem Grau eine famose Einheit. Famos. Komisches Wort. Doch passt es gut. Nur das es mir nicht so famos geht.
Viele Veränderungen wurden fast gleichzeitig losgetreten. Teils tun sie mir gut, teils kann ich nicht damit umgehen.
Es ist wie immer – alles etwas viel für den kleinen Kopf, der eh schon die ganze Zeit mit diesem >>Denken<< beschäftigt ist. Noch mehr Denken, versuchen klar zu werden. Doch ist alles in Grau getaucht.
Angst vor dem was auf mich zukommt. Positive Angst? Wieder mal nur teils und das auch in keinem großen Anteil.
Musik. Immer bei mir, versteht meine Stimmungen. Kopf wählt aus, Musik legt sich, aufs Graue, auf die Gedanken. Wabert. Beruhigt. Etwas. Songs aus früheren Zeiten. „Da war die Welt noch in Ordnung!“ – Wer kennt diese Aussage nicht? Immer gibt es eine Zeit, in der es so war, alles in Ordnung. Sorgen, die überschaubar waren, doch damals so riesig erschienen. Hätte ich damals gewusst, wie dieses Erwachsenwerden dann wird, hätte ich sie mit noch mehr Energie weggesteckt und gelächelt.
Ab und zu wünsche ich mir mein >Damals< zurück. Behütet, nicht allein in einer großen Stadt. Berlin. Inzwischen mein Zuhause geworden. Hier wollte ich sein damals und heute, bin ich das. Doch etwas geschafft. Von dem Traum, den man früher träumte.

Über meine Kopfhörer tönt „Nur zu Besuch“ von den Toten Hosen. Wirkt, tief in mir. Liveversion. Oft selber mit in dieser Atmosphäre gestanden. Geweint. Viele Erinnerungen bringt er mit sich, die nicht mehr hier leben dürfen, zu jung gehen mussten.
Dazu reißt der Himmel nahezu alle Luken grade auf, es regnet, der Wind geht. In meinem Kopf nur das Lied, jede Zeile wirkt.
„Dann werden wir uns wiedersehen…“ – Das werden wir. Alle.

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Motivation…Hallo?

Veröffentlicht: 20. Juni 2012 in Alltagsgeschichten, Gedanken
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2:30 Uhr. Falle auf der Couch um und schlafe ein. In Gedanken an den nächsten Tag, irgendwie.
6 Uhr. Wache auf. Taumle leicht, Richtung Bett. Weiter schlafen. Mehr Gedanken springen in meinem Kopf nicht umher. Oder? Doch, ich hab heute frei. Tag verschlafen? Schlafen!
12:14 Uhr. Wache wieder auf. Bin ziemlich vermatscht. Wanke Richtung Küche. Kaffee! Schnell!
Laptop angeschmissen. Lage checken. Nicht wirklich viel Neues. Kurze Smalltalks zwischen Kaffee und wach werden.
13:17 Uhr. Bin halbwegs Mensch geworden, dank dem Kaffee. Musik an.
Meine Wohnung. Grenzpflegefall. Doch heute putzen? Hm.. Keine Motivation. Und auch keine Lust.
13:19 Uhr. Was bloggen, ja. Im Kopf: Du wolltest noch zum Sport heute. Bloggen.
13:20 Uhr. WordPress aufgemacht. Zeilen in den Laptop gehackt. Diese hier.
Mitsingen, was da grad läuft bereitet gute Laune, zumindest halbwegs.
13:33 Uhr. Kopf meldet sich, mit Schmerzen. Hm. Warum? Schlechte Gewissen das nagt? Ja, Kopf, ich geh heute noch zum Sport. Doch anziehen und fertig machen. Hmmm. Irgendwie fehlende Motivation für alles.
Motivation…Hallo? Ach, da biste! Was willst du? Nichts tun. Ja, dass würde mir auch gefallen. Doch hab ich Ziele im Kopf.
13:40 Uhr. Sinnloses was du hier schon wieder fabriziert hast. Egal. Loswerden muss man es ja trotzdem mal.
13:41 Uhr. Letzte Klänge eines Livekonzertes laufen. War auch vor Ort. Gute Wuhlheide. Ich mag sie. Als Gast und als ASB Mensch.
13:42 Uhr. Neue Musik auswählen. Läuft. Gedanken laufen auch. In verschiedene Richtungen beginnt der Kopf zu denken. Doch will nicht zum Wesentlichen wechseln.
13:43 Uhr. Okay, ein Lied noch, dann aber… Mitträllern.

13:44 Uhr. Lassen wir das. Post abschließen.

Vor ein paar Tagen, gab es diesen Aufruf von @_konna_ , dass er ein neues Projekt in seinem Blog startet. Und zwar geht es darum, wöchentlich einen Song seiner Wahl vorzustellen, unter Vorgabe eines Wochenthemas. Da muss ich doch mitmachen. Gesagt, getan und nun beginnt es 🙂

Also, wie gesagt, Woche 1 🙂
Thema: „Guten Morgen!“

Für gewöhnlich bin ich ein tierischer Morgenmuffel. Wenn ich Frühdienst habe, hör ich morgens keine Musik. Da ist es schon knapp genug von der Zeit her, da schlafen ja ansich ne gute Sache ist 😉
Wenn ich also morgens Musik höre, dann eben wenn Spätdienst auf dem Programm steht, oder eben frei 🙂 Allein „frei“ ist schon Musik in meinen Ohren 🙂
Um die gute Laune dann noch zu fördern, fiel mir spontan ein Song ein, der in mir immer gute Laune hervorruft:
„Seeed – What you deserve is what you get

„Was du verdienst ist was du kriegst!“ – Und was will man am freien Tag? Gute Laune 🙂

Dazu eine frische Tasse Kaffee, ein bischen Sonnenschein und der Morgen ist auf jeden Fall ein „Guter Morgen!“ 🙂
Der Beat, der Bass, der Rhythmus – einfach alles zusammen in diesem Stück lässt mich irgendwie an Konzerte denken. Ja komisch irgendwie, aber wahr.
An was ich da so denken muss? Nun ja, da wären zum Beispiel: Spaß, Freunde, Pogo, rumhopsen, mitgröhlen… Irgendwie auch Sommer, da ich ein Open Air Fan bin.
Und wenn solche Gedanken nach dem Aufstehen keine Guten sind, dann weiß ich es, als Morgenmuffel, auch nicht 😉

Bis nächste Woche!

Die Mo

 

Seit Ende März bin ich in einem neuen Betrieb. Die Arbeit macht Spaß, die Kollegen sind nett und für den Moment weiß ich einfach wieder, warum ich grade diesen Job erlernt habe.
Irgendwann im Ethikunterricht haben wir gelernt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Artikel 1 Grundgesetz.
Danach versuche ich meinen Beruf auszuüben. Doch es gibt immer wieder Schicksale die man betreut, die einem das Herz bluten lassen und den Kopf zum Nachdenken anregen.
Ich will keine Details zu diesem Schicksal schreiben, außer das bereits PEG und Co „vorhanden“ sind.
Er hat, als er es noch konnte, seinen letzten Willen aufgeschrieben und eine Patientenverfügung ebenfalls. Alles schien geregelt, doch warum widersetzen sich Menschen gegen den letzten Willen eines Menschen? Keine lebenserhaltenden Maßnahmen sind gefordert von ihm, bei klarem Verstand. Und er liegt dort und erhält alles was das Leben verlängert, wie eben auch diese Magensonde…
Ich denke, auch wenn es vielleicht schwer zu ertragen ist einen Menschen „einfach“ sterben zu lassen, so ist es sein Wunsch, wenn er ihn niederschreibt und beglaubigen lässt.
So sollten Menschen, die es normalerweise verhindern, dass Menschen sterben, akzeptieren und seine Würde wahr nehmen und ebenso würdevoll damit umgehen.

Wenn ich für mich später entscheide, was passieren soll, wenn ich es vielleicht nicht mehr äußern kann, so will ich schließlich auch, dass mein letzter Wunsch nach einem würdevollen Tod akzeptiert wird.

Guten Morgen!

Grade habe ich meine ersten 5 Nächte im neuen Betrieb hinter mich gebracht. Ich muss sagen: „Eine ganz schöne Umstellung für mich“.
Nun aber von vorn, sonst versteht ja niemand wie ich zu diesem vorgezogenem Fazit eigentlich komme :-p

Et war ja bislang so, dass ich Nachtdienst nur im vollstationären Pflegebereich kannte. Nun arbeite ich in einer Kurzzeitpflege und da ist irgendwie alles anders 😀
Vollstationäre Nächte gingen im letzten Betrieb von 21:45-06:15 Uhr. Völlig in Ordnung. Nun beginnt meine Nacht schon um 20:30 und gehen darf ich 07:15. Ach herrjee, genau so. Dazu kommt noch, es gibt keinen Stress. Keine 50 Bewohner mehr, nein nur noch maximal 19. Klar könnte es sein, dass manche Gäste mehr Pflege in der Nacht benötigen, aber ich glaube nicht, dass man diese klassischen Rundgänge aus dem Heim mit meinen zurückliegenden Nächten annähernd vergleichen kann.
Fast zwingend muss man sich neben den „normalen“ Dingen im Nachtdienst, Beschäftigung suchen, damit die Zeit vergeht.
Knappe 11 Stunden. Das irgendwie zu viel für mich. Denn irgendwann sind auch alle Akten geschrieben…Medikamente gemacht, Gäste versorgt usw. Und dann? Dann ist irgendwann auch alles geputzt und man hat immer noch 2 Nächte vor sich.
Naja, manch einer denkt nun, was beschwert se sich denn. Können ja gerne tauschen ;). Ja, manches Mal in den letzten 5 Nächten hab ich mir Stress gewünscht. Und ja, denkt das nun ruhig, ist die bekloppt 😉
Und meint mal nicht, dass die Klingel oft geht. Im Schnitt 6 Mal die 11 Stunden…

Und auch so vom Tag… Da hat man nun überhaupt nix mehr von. Aufstehen, arbeiten, nach Hause fahren, irgendwann schlafen, aufstehen, eventuell noch schnell einkaufen, zur Arbeit fahren, arbeiten…. Man lebt irgendwie komplett an der Welt vorbei.
Nee, das ist nichts für mich. Nachtdienst ansich mag ich, aber nun freu ich mich nicht mehr drauf, glaub ich…

Wie erleben Pfleger und Pflegerinnen ihre Nächte in anderen Einrichtungen? Haben viele eher Stress, oder kennen manche „mein Dilemma“?
Nun bin ich aber mal gespannt 🙂

Ansonsten werd ich gleich bald mal schlafen gehen. Wünsch euch eine gute Nacht 😉

Die Mo